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III.
Aussage von Kardinal Stepinac vor dem kommunistischen Gericht in Zagreb am 3. Oktober 1946
"Auf alle Anklagen, die vor diesem Gerichtshof
gegen mich erhoben wurden, antworte ich: Mein Gewissen ist rein in jeder Hinisicht, wenn
auch die hier Anwesenden es lächerlich finden. Ich werde nicht versuchen, mich selbst zu
rechtfertigen, ich werde auch keine Berufung gegen das Urteil einlegen. Ich bin bereit,
für meine Überzeugung nicht nur Spott, Haß und Demütigungen zu ertragen, sondern ich
bin auch - eben weil mein Gewissen rein ist - jeden Augenblick bereit, den Tod zu
erleiden.
Hundertmal wurde hier der Ausdruck "Angeklagter
Stepinac" wiederholt. Niemand ist indes so naiv, um nicht zu wissen, daß hinter
diesem "Angeklagten Stepinac" hier auf der Anklagebank der Erzbischof von
Zagreb, Metropolit Kroatiens und Vertreter der katholischen Kirche in Jugoslawien steht.
Sie selbst haben die hier anwesenden Geistlichen aufgefordert zu erklären, daß nur
Stepinac an ihrer Einstellung zum Volke schuld sei. Ein gewöhnlicher Stepinac könnte
diesen Einfluß gar nicht ausüben, sondern nur der Erzbischof Stepinac.
Seit 17 Monaten wird gegen mich in der Presse und
Öffentlichkeit der Kampf geführt, seit 12 Monaten ertrug ich praktisch die Internierung
im erzbischöflichen Palais. Ich werde wegen des "Umtaufens", von Orhodoxen
beschuldigt. Das ist eine falsche Bezeichnung, denn wer einmal getauft ist, der kann nicht
"umgetauft" werden. Hier handelt es sich um Glaubensübertritt.
Darüber möchte ich mich nicht ausführlich äußern. Ich
behaupte: Mein Gewissen ist rein. Die Geschichte wird einst ihr Urteil darüber sprechen.
Tatsache ist aber, daß ich einige Pfarrer versetzen mußte, weil ihnen Todesgefahr
seitens der Orthodoxen drohte, da sie die Übertritte verzögerten. Ferner ist es eine
Tatsache, daß die Kirche sich im Verlaufe des Kriegsgeschehens durch Schwierigkeiten
hindurchwinden mußte. Man ging dem serbischen Volk an die Hand mit der Absicht, ihm zu
helfen, so gut man es eben konnte. Der Herr Vorsitzende zeigte mir die Durchschrift eines
Schreibens, in dem ich ein leeres orthodoxes Kloster - einst bewohnt von unseren Paulinern
- in Orehovica angefordert habe, um in diesem Kloster die aus Reichenburg von den
Deutschen vertriebenen Trappisten zu beherbergen. Ich bin der Meinung, daß es meine
Pflicht war, diese von den Nazis vertriebenen slowenischen Brüder aufunehmen.
Als schweres Verbrechen wird mir das Militärvikariat
zugeschrieben. Der Senatsvorsitzende fragte mich, ob ich es nicht als Verrat an
Jugoslawien angesehen habe, als ich in dieser Angelegenheit mit dem Unabhängigen Staat
Kroatien in Verbindung trat. Ich war Militärvikar auch zu Zeiten des ehemaligen
Jugoslawiens. Ich war bestrebt, die Fragen des Militärvikariats während dieser 8 bis 9
Jahre zu regeln. Es kam indes zu keiner endgültigen Regelung. Diese Frage wurde
schließlich in Jugoslawien auch mit dem Konkordat, das mit viel Mühe erreicht wurde,
geregelt, damit es dann auf Belgrads Straßen zunichte wurde.
Als der Krieg zwischen Jugoslawien und Deutschland zu Ende
ging, mußte ich auch den restlichen katholischen Soldaten des ehemaligen Jugoslawien und
des neugeschaffenen Unabhängigen Staates Kroatien geistliche Hilfe leisten. Wenn also der
Staat zugrunde gegangen war und das Heer verblieb, mußte ich diese Lage zur Kenntnis
nehmen.
Ich war keine persona grata, weder bei den Deutschen noch
bei Ustaschas, ich habe auch keinen Eid geleistet wie ihre Beamten, die sich hier im Saal
befinden (Anspielung auf den Senatsvorsitzenden, Dr. arko Vimpulek, dem der Erzbischof im
Kriege das Leben gerettet hatte). Das kroatische Volk hat sich durch Volksentscheid für
den kroatischen Staat entschieden, und ich wäre ein Taugenichts gewesen, hätte ich den
Pulsschlag meines kroatischen Volkes nicht verspürt, das ein Sklave im ehemaligen
Jugoslawien war. Ich sagte: Den Kroaten erlaubte man nicht, in der Armee befördert zu
werden oder in den diplomatischen Dienst einzutreten, außer wenn sie ihren Glauben
änderten oder eine Andersgläubige heirateten. Das war die tatsächliche Grundlage und
der Hintergrund meiner Rundschreiben und Predigten.
Alles, was ich über das Recht des kroatischen Volkes auf
Freiheit und Unabhängigkeit gesagt habe, dies alles befand sich im Einklang mit den
Grundprinzipien der Alliierten, die in Jalta und in der Atlantikcharta ausdrücklich
festgestellt wurden. Falls nach diesen Beschlüssen jedes Volk ein Recht auf
Unabhängigkeit hat, weshlab müßte dies dann dem kroatischen Volk verweigert werden? Der
Hl. Stuhl hat ständig betont, daß auch kleine Völker und Volksminderheiten ein Recht
auf Freiheit haben. Darf en katholischer Bischof und Metropolit darüber kein Wort sagen!?
Falls es notwendig sein wird, werden wir fallen, weil wir unsere Pflicht getan haben.
Falls Sie glauben, daß das kroatische Volk mit diesem seinem Schicksal zufrieden ist,
sollte ihm Gelegenheit gegeben werden, sich dazu zu äußern. Es wird meinerseits
keinerlei Schwierigkeiten geben. Ich habe den Willen meines Volkes geachtet und werde ihm
immer achten. Sie klagen mich als Feind der Volks- und der Staatsregierung an. Bitte sagen
Sie mir, wer für mich die Macht im Jahre 1941 darstellte? War es der Putschist Simovic in
Beograd oder die verräterische Regierung in London, wie sie von Ihnen bezeichnet wird,
oder jene in Jerusalem oder Ihre in den Wäldern oder jene in Zagreb? Sie stellen für
mich die Macht seit dem 8. Mai 1945 dar. Konnte ich gleichzeitig Ihnen in den Wäldern und
hier jenen in Zagreb folgen? Kann man überhaupt zwei Herren dienen? Dies geht weder nach
der katholischen Moral noch nach internationalem oder allgemeinmenschlichem Recht. Wir
konnten die Macht hier nicht ignorieren, und sei sie auch jene der Ustaschas gewesen: Sie
war hier gegenwärtig. Ihnen steht das Recht, mich zu befragen oder zur Verantwortung zu
ziehen, erst seit dem 8. Mai 1945 zu!
Hinsichtlich meiner angeblichen Terrortaten haben Sie
absolut keinerlei Beweise. Etwas Derartiges wird Ihnen niemand glauben. Falls
Ustascha-Angehörige zu mir unter anderem Namen kamen, oder falls ich Schreiben erhielt,
die ich gar nicht lesen konnte, falls dies eine Schuld bedeutet, daß diese Leute zu mir
kamen, werde ich das Urteil ruhig annehmen. Falls ich dem Priester Maric einen
Durchlaßschein ausstellte, habe ich mir nichts vorzuwerfen. Mein Gewissen ist rein, weil
ich nicht vorhatte, gegen die Ordnung zu verstoßen. Mit ruhiger Seele könnte ich mit
dieser Schuld in die andere Welt gehen! Ob Sie mir dies glauben oder nicht, ist für mich
nebensächlich. Der Erzbischof von Zagreb weiß nicht nur zu leiden, sondern auch für
seine Überzeugung zu sterben. Ministerpraäsident Dr. Bakaric hat persönlich gegenüber
dem Priester Milanovic erklärt: "Wir sind davon überzeugt, daß hinter diesen
Aktionen der Erzbischof steht, aber wir haben keine Beweise hierfür! Damit ist für mich
genug gesagt.
Und nun: Worin besteht der Konflikt? Worin liegen die
Schwierigkeiten, und weshalb ist es nicht zur Beruhigung der Lage gekommen?
Der Staatsanwalt hat bereits einigemal hervorgehoben, daß
es nirgends so viel Gewissensfreiheit gibt wie in diesem Staat.
Ich erlaube mir, einige Tatsachen anzuführen, aus denen
das Gegenteil hervorgeht. Weiterhin behaupte ich vor allen: 260 bis 270 Priester wurden
von der Volksbefreiungsbewegung ermordet. In keinem zivilisierten Staat der Welt würden
soviel Priester in solcher Weise bestraft werden für jene Taten, die ihnen unterstellt
werden.
Nehmen wir z.B. den Fall des Pfarrers in Slatina, Bürger.
Wenn er Mitglied des Kulturbundes war und wenn Sie ihn, sagen wir, zu acht Jahren
verurteilt hätten, so wäre dies angegangen, doch Sie haben ihn, weil er als Dekan
gottesdienstliche Gegenstände aus der Nachbarkirche in Vocin sichergestellt hatte, wie es
seine Pflicht war, zum Tode verurteilt und ermordet.
Erneut stelle ich fest: In keinem anderen zivilisierten
Staat würde man so richten. Der Priester Povoljnjak wurde ohne Gerichtsverhandlung wie
ein Hund auf der Straße erschossen. Dasselbe geschah mit den beschuldigten
Klosterschwestern. In keinem anderen zivilisierten Staat würde man sie dafür zum Tode
verurteilen, sondern höchstens zu Freiheitsstrafen. Sie haben einen fatalen Fehler
begangen, indem Sie Priester grundlos erschlagen haben. Das Volk wird Ihnen dies niemals
verzeihen.
Unsere katholische Schulen, die mit soviel Opfern aufgebaut
wurden, sind uns weggenommen worden. Die Arbeit der Seminare ist verhindert worden. Hätte
ich nicht aus Amerika 7 Waggon Lebensmittel und Ausrüstungsgegenstände erhalten, wäre
in diesem Jahre überhaupt keine Unterrichtstätigkeit möglich gewesen. Und hier handelt
es sich um Kinder unserer armen Landbevölkerung. Sie haben mit Gewalt den Seminaren das
gesamte Vermögen weggenommen. Dies ist das gleiche, was auch schon die Gestapo getan hat,
als sie dem Seminar das Gut Mokrice beschlagnahmte. Wir sind keineswegs gegen die
Agrarreform, aber dies müßte man im Einvernehmen mit dem Hl. Stuhl regeln.
Unsere Armenhäuser sind geschlossen. Unsere Druckereien
sind verwüstet worden, und ich weiß nicht einmal, ob noch eine besteht. Unsere Presse,
die Sie hier so angegriffen haben, existiert nicht mehr. Ist es nicht überhaupt ein
Skandal, zu behaupten, daß die Kirche nirgends so frei sei wie hier? Die Dominikaner
haben ein Andachtsbuch, das ich aus dem Französischen übersetzt habe, mit Kosten von
75000 Dinar drucken lassen. Als das Buch fertiggestellt war, wollten sie die Auflage
übernehmen, aber sie erhielten kein einziges Exemplar. Ist dies die Pressefreiheit?
Aus der Öffentlichkeit verschwunden und zur Untätigkeit
verurteilt ist auch die literarische Gesellschaft St. Hieronymus. Es bedeutet ein schweres
Verbrechen gegenüber dem Volke, mit unserer größten Kulturinstitution so zu verfahren.
Sie haben mir auch die `Caritas' vorgeworfen! Ich behaupte
hier: Diese `Caritas' hat unserem Volke und auch Ihren Kindern riesige Dienste geleistet.
Dann der Religionsunterricht! Sie haben den Grundsatz
aufgestellt: In den höheren Klassen der Mittelschulen kann kein Religionsunterricht
erteilt werden, in den unteren Klassen je nach Wahl der Kinder. Wie können Sie kleinen
Kindern, die noch nicht erwachsen genug sind, um selbst zu entscheiden, erlauben, daß sie
sich für oder gegen den Religionsunterricht entscheiden können, während bei Schülern
der höheren Klassen, die bereits das Stimmrecht haben, eine freie Entscheidung im
Hinblick auf den Religionsunterricht in den Schulen nicht möglich ist?
Unsere katholischen Ordensschwestern in den
Krankenhäusern, wieviel Leid müssen sie ertragen!
Gegen den Willen der überwältigenden Mehrheit unseres
Volkes führten Sie die Zivilehe ein. Weshalb haben Sie diese Freiheit nicht mehr in der
Mentalität unseres Volkes gesucht? In Amerika wird dies vernünftiger geregelt: Wer will,
kann zivil, wer es anderes will, kann kirchlich heiraten. Wir verwehren Ihnen nicht, eine
Übersicht über die Anzahl der abgeschlossenen Ehen zu erhalten. Aber unserem Volke tut
es weh, wenn es vorher zur Behörde gehen muß und erst dann zur kirchlichen Trauung
kommen kann. Hätten Sie sich vorher an uns gewandt, hätten wir Ihnen in dieser Hinsicht
Vorschläge gemacht.
Einige Gebäude der Ordensschwestern in der Batschka sind
enteignet, einige Kirchen in Split waren, und ich weiß nicht, ob sie es auch jetzt sind,
zu Lagerräumen verwendet worden. Das Kirchenvermögen wurde ohne Abkommen mit dem Hl.
Stuhl beschlagnahmt. Sie haben gesehen, daß das Volk diesen Kirchengrund überhaupt nicht
annehmen wollte. Doch die materielle Frage steht an letzter Stelle. Ein besonders wunder
Punkt ist der: Kein Priester und kein Bischof ist weder tagsüber noch bei Nacht seines
Lebens sicher. Bischof Srebrnic wurde in Suak von Jugendlichen, die von bestimmten Leuten
aufgehetzt worden waren, angegriffen und drei Stunden in seinem Zimmer mißhandelt,
während Ihre Polizei und Miliz nur zugesehen hat. Dasselbe habe ich aus Zapreic erfahren.
Bischof Lach war zur Firmung im Gebiet jenseits der Drau und wurde, obwohl man von seinem
Kommen Kenntnis hatte, wieder zurückgebracht und eine ganze Nacht lang im Gefängnis in
Koprivnica fesgehalten, so daß er die Firmung nicht durchführen konnte. Selbst Ihre
Leute, die den Krieg im Wald verbracht haben, sind zu mir gekommen und äußerten ihre
Betroffenheit. Sie erklärten mir: "Dies ist ein unwürdiges Vorgehen, wir wollen bei
den Behörden Einspruch erheben." Bischof Buric wurden die Fenster seiner Wohnung
eingeschlagen, während er sich auf der Firmungsreise befand. Bischof Puic wurde, wie ich
hörte, dieser Tage mit faulen Äpfeln und Eiern beworfen.
Wir betrachten eine solche Freiheit als Illusion und wollen
keine rechtlosen Knechte sein. Wir werden mit allen gesetzlichen Mitteln für unser Recht
in diesem Staat kämpfen!
Damit Sie richtig verstehen, wofür wir kämpfen, noch
drei, vier Beispiele der "Freiheit".
In den Schulbüchern behaupten Sie das Gegenteil aller
geschichtlicher Beweise, daß Christus nicht gelebt habe. Sie sollen wissen, Jesus
Christus ist Gott! Für IHN sind wir bereit zu sterben! Sie lehren heute, daß ER
überhaupt nicht existiert habe. Würde sich ein Lehrer trauen, das Gegenteil zu lehren,
würde er sofort aus dem Schuldienst entlassen werden. Ich sage Ihnen, Herr Staatsanwalt,
daß unter solchen Bedingungen die Kirche nicht frei ist, sondern in kurzer Zeit
ausgerottet sein wird.
Christus ist die Grundmauer des Christentums. Sie setzen
sich für die Orthodoxen ein. Ich frage Sie, wie Sie sich die Orthodoxen ohne Christus
vorstellen? Dies ist absurd. Wie stellen Sie sich die Kirche ohne Christus vor? Auch dies
ist absurd!
Über die Gottesmutter wird in den Schulbüchern gesagt,
daß sie eine Dirne war. Wissen Sie nicht, daß sie bei den Orthodoxen und den Katholiken
die höchste Verehrung genießt, die man einer Heiligen entgegenbringen kann?
Sie haben angeordnet - dies ist die amtliche Auffassung -,
daß der Mensch vom Affen abstammt. Falls irgend jemand dieser Meinung ist, dann soll er
sie ruhig vertreten. Aber wie kommt man dazu, etwas als amtliche Theorie zu bestimmen, was
heute kein Wissenschaftler von Weltruf anerkennt?
Nach Ihrer Auffassung stellt der Materialismus das einzige
wissenschaftliche System dar, doch dies heißt gleichzeitig, Gott und das Christentum
auszulöschen. Falls es nichts anderes als Materie gibt, dann bedanken wir uns auch für
eine solche Freiheit. Einer von Ihren Leuten, der eine höhere Stellung bekleidet, sagte
einmal: Es gibt keinen Menschen in diesem Staat, den wir nicht vor Gericht stellen und
aburteilen könnten.
Auf alle anderen Anklagen, mit denen Sie uns in die Reihe
von Mördern und Terroristenfreunden stellen, möchte ich sagen, daß auch nicht alle
Missetaten im ehemaligen Unabhängigen Staat Kroatien nur von kroatischen
Wehrmachtangehörigen Staat Kroatien nur von kroatischen Wehrmachtangehörigen begangen
wurden. Es war für die Kirche nicht leicht, ihren Kurs in diesen Zeiten beizubehalten.
Sie hat durch viele Schwierigkeiten gehen müssen.
Man soll nicht glauben, ich wolle einen Krieg. Die
gegenwärtigen Machthaber sollten Gesprächte mit dem Hl. Stuhl führen. Die Kirche kennt
keine Diktate, aber sie ist nicht gegen angemessene Vereinbarungen. Diese kann man
erzielen. Dann werden die Bischöfe wissen, was ihre Pflicht ist. Man wird dann keine
Priester suchen mnssen, die ihre Bischöfe denunzieren sollen, wie dies hier geschehen
ist.
Schließlich möchte ich noch einige Worte über die
kommunistische Partei, meinen wahren Ankläger, sagen.
Wenn man der Meinung ist, daß wir unseren bisherigen
Standpunkt aus materiellen Erwägungen eingenommen hätten, dann ist dies falsch, denn wir
sind fest geblieben, auch nachdem man uns zu Armen gemacht hat. Wir sind nicht dagegen,
daß die Arbeiter in den Fabriken zu größeren Rechten kommen, denn dies befindet sich im
Einklang mit den päpstlichen Enzykliken. Auch haben wir gegen gerechte Reformen nichts
einzuwenden. Allerdings sollen die Anhänger des Kommunismus eines begreifen: Wenn es
ihnen freisteht, den Materialismus zu predigen und zu verbreiten, dann soll auch uns das
Recht zustehen, unsere Grundsätze zu bekennen und ihnen Widerhall zu geben. Katholiken
sind bereits für diese Rechte gestorben und werden für diese auch weiterhin sterben. Ich
komme nun zum Ende: Bei gutem Willen kann man zu einer Verständigung kommen. Allerdings
liegt die Initiative bei den heutigen Machthabern. Weder ich noch der Episkopat sind
zuständig für grundsätzliche Verständigungen, sondern die Staatsmacht einerseits und
der Hl. Stuhl andererseits. Und was mich und meine Verurteilung betrifft, ich brauche
keine Gnade, mein Gewissen ist ruhig!"
Simun Sito Coric
KARDINAL ALOJZIJE STEPINAC Grundlegende
Tatsachen über seine Person und sein Werk
Herausgeber: Kroatisches Informationszentrum
Kroatischer Weltkongress
Redakteur: Ante Beljo
Graphische Redaktion: Gorana Benic-Hudin
Druck: Targa - Zagreb
Auflage: 5000
Inhalt:
I. Zu Zeiten des Nazismus, Faschismus und Kommunismus
II. Kurzbiographie
III. Ausage von Kardinal Stepinac vor Gericht
IV. Aussagen von und über Kardinal Stepinac
V. Auswahl der veröffentlichten Bücher über Kardinal Stepinac
Amnmerkung über den Autor
Preis : 5DEM; 5USD
Die Bücher kann man bei dem Kroatischen Informationszentrum in Kroatien und bei dem
Kroatischen Welt kongreß im Ausland käuflich erwerben.
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