Warum Istrien als reiseziel wählen?
Istrien
Das Besondere an Istrien ist nicht nur seine Multikulturalität und seine Mehrsprachigkeit, sondern auch die Tatsache, dass sich auf solch kleinem Raum eine Vielzahl von Verschiedenartigkeiten harmonisch miteinander verflechten: das reiche kulturgeschichtliche Erbe mit moderner Architektur und Kunst, unberührte Strände und sauberes Meer mit malerischen Städtchen und Naturschönheiten im Binnenland, luxuriös ausgestattete Hotels und Villen mit der Herzlichkeit des Landtourismus, die gesunde mediterrane Küche mit autochthonen istrischen Spezialitäten.
Naturerbe
Istrien hat eine intakte Umwelt und ein räumliches Gleichgewicht erfolgreich bewahrt. Die größte kroatische Halbinsel ist überreich an grünen Oasen und romantischen Meeresbuchten, verbirgt aber noch zahlreiche unerforschte Winkel. Am Meer finden sich Rasen-, Kiesel-, Fels- und Stein gepflasterte Strände. Im Inneren begeistern Flüsse, Seen, Wasserfälle, Bachschwinden, Höhlen, dichte und an Früchten reiche Wälder, Berge und Gebirgshänge. Bunt ist auch die Tierwelt, sowohl unter Wasser als auch auf dem Festland.
Die Brijuni-Inseln und ihre Unterwasserwelt genießen den Status des einzigen istrischen Nationalparks. Wegen ihrer prachtvollen Flora und Faune und ihres kulturgeschichtlichen Erbes zählen sie zu einem der schönsten mediterranen Archipele. Der Brijuni-Archipel umfasst zwei größere und 12 kleinere Inseln. Das milde mediterrane Klima, die vielen Sonnentage und die angenehme Lufttemperatur begünstigten das Wachstum mehrerer hundert Pflanzenarten. Vor etwa hundert Jahren begann man, die brijunischen botanischen Gärten mit Tieren aus aller Welt zu besiedeln, und es wurde 1912 ein Zoo eingerichtet. Heute sind die Brijuni-Inseln u.a. Lebensraum für viele Vogelarten, Hirsche, Mufflons und anderes Wild. Auf der Insel Veliki Brijun findet man tausendjährige Olivenbäume, römische Ausgrabungen, einen Safari-Park, Fußspuren des Dinosauriers.
Das Gebirgsmassiv Uèka mit dem höchsten Gipfel Istriens (Vojak, 1.396 m) birgt einen wahren Reichtum an geschützten Pflanzen- und Tierarten. Deshalb wurde es zum Naturpark erklärt. Mit alpinen und submediterranen Pflanzen, einschließlich der Heilpflanzen, sind die Gipfel der Uèka ein floristisches Mekka. Der Bergkamm der Uèka ist weltweit der einzige Lebensraum der Uèka-Glockenblume (Uèkarski zvonèiæ). Bunte Schmetterlinge, verschiedenartige Insekten und Amphibien, Adler, Gämse, Hirsche, Rehe, Füchse, Hasen und seltene Bären sind nur einige der Tiere, die dieses Gebirge bewohnen. Die Uèka hat über hundert speläologische Objekte - meistens Schlotte und Kavernen.
Die geschützte Landschaft Rt Kamenjak, dieses ungewöhnlich gegliederte, südlichste istrische Kap, ist nicht nur wegen seiner fast 500 Pflanzenarten interessant, sondern auch wegen seiner schönen Buchten, "wilden" Strände, seines kristallklaren Meeres und seiner attraktiven Unterwasserwelt. Das Sumpfgebiet Palud ist ein ornithologisches Reservat in der Nähe von Rovinj, in dem sich über 200 Vogelarten aufhalten - ein idealer Ort, um Vögel zu beobachten. Der 11 km tief in das Festland reichende Limski kanal stellt eine der schönsten istrischen, geschützten Landschaften dar. Wegen seiner reichen Meeresfauna wurde sein Unterwasserteil zum Meeressonderreservat erklärt. Eindrucksvoll ist auch die Pazinska jama mit ihren Höhlen, Seen und hundert Meter hohen Felswänden, die der große Jules Verne in einem seiner Romane beschrieben hat.
Kulturerbe
In den istrischen Höhlen wurden Lebensspuren von Urmenschen aus dem Paläolithikum entdeckt. Mehr als 400 Ruinen von Siedlungsanlagen zeugen von der hohen Besiedelungsdichte Istriens in der Bronze- und Eisenzeit. Die erste Urbanisierung ist das Verdienst der Römer: Faszinierende Denkmäler zeugen von dieser Zeit. Auch die Herrschaft Byzanz' hat Istrien ihren kräftigen Stempel aufgedrückt: Die Euphrasius-Basilika ist eine der schönsten frühbyzantinischen Kirchen Europas. Das Innere Istriens ist reich an mittelalterlichen Städtchen und Festungen auf den Gipfeln der Hügel, und zahlreiche Kirchlein hüten mittelalterliche Fresken.
Das Amphitheater in Pula , bzw. die Arena, wurde im 1. Jahrhundert, zur Zeit der Herrschaft von Kaiser Vespasian, errichtet. Die Arena hat eine elliptische Form in einer Dimension von 132 x 105 m und eine Höhe von 32 m. Sie ist damit das größte antike Bauwerk in Istrien und eines der sechs größten römischen Amphitheater weltweit. Es diente vor allem zu Gladiatorenkämpfen und konnte etwa 20.000 Zuschauer aufnehmen. Heute ist die Arena für Touristen geöffnet. In ihren unterirdischen Räumen befindet sich die Ausstellung "Oliven- und Weinbau in der Antike in Istrien" mit Geräten für die Herstellung von Öl und Wein und einer großen Zahl Amphoren. An warmen Sommerabenden wird die Arena zu einem idealen Ort für Pop-Rock-Konzerte, Opern, Ballette und das Filmfestival. Die Euphrasius-Basilika trägt ihren Namen nach dem Bischof von Poreè, der sie im 6. Jahrhundert errichten ließ. Obgleich auch die älteren Bodenmosaiken erhalten sind, sind doch die Mosaiken im Apsisbereich ihr wertvollster Teil. Der ganze Komplex (dreischiffige Kirche, Baptisterium, Atrium und ehemaliger Bischofspalast) wurde 1997 auf die UNESCO-Liste des geschützten Weltkulturerbes gesetzt. Dvigrad liegt auf einer Anhöhe innerhalb der Limska draga unweit von Kanfanar. Es ist die größte Burgruine. In der Nähe gab es ehemals zwei Kastelle (daher der Name Dvigrad (zwei Burgen)), aber es sind die Ruinen nur einer Burg erhalten geblieben. Dvigrad wurde im 17. Jahrhundert nach einer Pestepidemie verlassen. Heute ist es ein Kulturdenkmal, das sich über 16.000 Quadratmeter erstreckt. Nezakcij, die vier Kilometer von Pula entfernte antike Stadt war die Residenz der Histra, die 177 v. Chr. von den Römern besiegt wurden. Außer den vorgeschichtlichen Siedlungsresten sind hier auch römische Bauwerke zu erkennen sowie Grundrisse frühchristlicher Basiliken. Die Kirche St. Blasius / Sv. Bla¾ in Vodnjan ist die größte istrische Kirche. Ihr 60 Meter hoher Glockenturm ist der höchste Istriens. Bedeutend ist sie jedoch deshalb, weil sie die mumifizierten Körper von drei Heiligen und die mit 730 Kunstwerken und -Gegenständen reichste istrische Sammlung sakraler Kunst beherbergt. In Istrien muss man auch die Aleja glagolja¹a besucht haben. Sie besteht aus einer Reihe von Steindenkmälern entlang der Straße von Roè nach Hum zum Gedenken an die älteste slawische Schrift - die Glagoliza. Des Weiteren sind der antike Residenzkomplex in der Bucht Veriga auf Brijuni, der Triumphbogen der Sergier, der Augustus-Tempel, das Kleine römische Theater und das Kastell in Pula, die Kirche der Hl. Euphemia in Rovinj, das größte istrische Pauliner-Kloster und Sv. Petar u ©umi, die Fresken in den Kirchen Sv. Marija na ©kriljinah in Beram und Sv. Jakov in Vi¾inada sowie die Ka¾une, kleine, meistens runde Feldschutzhütten aus Trockenmauerwerk, die gleichzeitig auch das bekannteste Symbol Istriens sind, sehenswert. (HTZ) |