Warum Kvarner als reiseziel wählen?
Kvarner
Die Nähe der emittierenden Hauptmärkte und die gute Erreichbarkeit auf dem Land-, See- oder Luftweg, machen den Kvarner zu einer touristischen Destinationen mit verkehrsmäßig ausgesprochen günstiger geographischer Lage. Das Primorje, die Inseln und die Gebirge sind drei unterschiedliche Naturregionen in relativ geringer Entfernung, die das touristische Angebot des Kvarners verschiedenartig und differenziert machen. Seine Hauptcharakteristiken sind zahlreiche und qualitativ hochwertige Segmente des touristischen Produkts, das sich auf der 162 Jahre alten Hotel- und touristischen Tradition und dem kulturgeschichtlichen Erbe gründet. Die Verschiedenartigkeit und der Reichtum der Naturressourcen und des kulturgeschichtlichen Erbes sind deshalb zweifellos ein komparativer Vorteil des Kvarners. In Verbindung mit zahlreichen anderen Inhalten und dem modernen Gast angepassten touristischen Segmenten sind dies nicht nur Anreize für das Kommen der Touristen, sondern auch für immer neue touristische Forschungen, Erkenntnisse und Entdeckungen.
Die Kvarner-Region, bzw. die Gespanschaft Primorje-Gorje, umfasst 6,3 Prozent der Fläche der Republik Kroatien und erstreckt sich auf 3.588 Quadratkilometer. Nach der letzten Volkszählung im Jahr 2001 zählt sie 305.505 Einwohner. Sitz der Gespanschaft Primorje-Gorje ist Rijeka . Die Gespanschaft umfasst 14 Städte, 21 Gemeinden und 510 Siedlungen. Die Autoren des Hauptentwicklungsplans für den Tourismus der Gespanschaft Primorje-Gorje, über den in Kürze abgestimmt werden muss, haben die Region Kvarner räumlich in fünf Segmente eingeteilt: die Inseln Rab, Krk, Cres und Lo¹inj; zwei Rivieren: Opatija und Crikvenica-Vinodolski; Rijeka und der Ring um Rijeka, das Gebiet des Gorski kotars.
Naturerbe Pflanzenwelt
Die Vielfalt und der Reichtum der Pflanzen- und Tierwelt sind bekannte und anerkannte Trümpfe des Kvarners. Mit etwa 2.700 Pflanzenarten, darunter viele seltene und endemische Exemplare, zählt die Flora des Kvarners zu der reichsten Kroatiens. Auf der Insel Krk wurden etwa 1.500 Pflanzenarten registriert, und nur wenig dahinter zurück bleibt die Pflanzenwelt der Inseln Cres und Lo¹inj. Wegen der räumlichen Gliederung und Verschiedenartigkeit seiner Gebiete bietet die Flora des Kvarners Gästen und Durchreisenden den Genuss und Reichtum von Kiefernwäldern, die besonders aromatische Wirkung der Pinien, den Duft des Salbeis, Rosmarins, Basilikums, Lorbeers und der Myrthe. Außerdem können die Gäste Köstlichkeiten genießen, die aus Maronen, Feigen, Oliven, Waldfrüchten und Waldpilzen hergestellt werden.
Tierwelt
Von einem ökologisch bewahrten Tiererbe zeugt die Angabe, dass im Kvarner 73 Prozent der Amphibien und etwa 87 Prozent der Reptilien von ganz Kroatien leben. Allein die Insel Krk stellt mit ihren 30 Prozent autochthoner Amphibien- und Reptilienarten die größte Zahl dieser Tiergruppenarten im Mittelmeerraum dar. Im Kvarner wurden 14 Schlangenarten registriert und in diesem Gebiet leben 81 Säugetierarten, zweidrittel aller Säugetiere in Kroatien. Von 114 Vogelarten, die auf europäischer Ebene als gefährdet gelten, kommen sogar 83 Arten in das Gebiet des Kvarners. Hier nisten sie, die Steinadler, Gänsegeier, Wanderfalken, Habichtsadler, Schlangenadler, Auerhähne und Eulen. In den Wäldern der Primorje-Gebirge und des Gorski kotars leben noch immer Bären, Wölfe, Luchse, Füchse, Schakale, Wildkatzen, Dachse, Marder, Hirsche, Rehe, Gämse, und mehr als 500 Schmetterlingsarten. Über den langfristigen Schutz der Gänsegeier auf der Insel Cres, eine der vier Arten fliegender Aasfresser, die noch in Europa leben, wacht das Ökologische Zentrum "Caput Insulae", das 1993 im Ort Beli gegründet wurde. Braunbären leben in den Wäldern des Gorski kotars. Eine besondere Meeresattraktion ist der Seehund. Die Scampi aus dem Kvarner sind vom gastronomischen Aspekt her interessant.
Die Gewässer um die Inseln Cres und Lo¹inj sind geschützte Delphin-Lebensräume, die von den Gästen und Besuchern "adoptiert" werden können, um deren Schutz, der seit 1987 systematisch durchgeführt wird, zu unterstützen. In dem besagten Jahr begann die Aktion zur Erforschung der Delphine und des Meeres mit dem Ziel, alle bedrohten Arten zu schützen und ihnen einen höheren Wert beizumessen.
Umweltschutz
Um den Reichtum der Pflanzen- und Tierwelt zu schützen, wird im Kvarner kontinuierlich in den Umweltschutz, in Öko-Aktionen und Ausbildung investiert. Im Jahre 2005 erhielten die Träger dieser Tätigkeit zahlreiche Anerkennungen internationaler ökologischer und Bildungsorganisationen, darunter 23 Blaue Fahnen für die Gepflegtheit und Sauberkeit der Strände und des Meeres, 3 Blaue Fahnen für Marinas und 10 Anerkennungen für das Funktionieren von Öko-Schulen.
Eine besondere Attraktion und ein besonderer Wert des Kvarners ist der Nationalpark Risnjak mit Sitz in Crni Lug bei Delnice. Er verfügt über 6.400 Hektar Waldgebiet mit mehr als dreißig spezifischen Pflanzengesellschaften, mit etwa zehn unterschiedlichen Waldassoziationen und Subassoziationen, über einen 4,2 km langen Lehrpfad, eine Berghütte, ein Restaurant und Unterkunftsmöglichkeiten. Auch der Naturpark Uèka tut sich mit seiner üppigen Pflanzendecke, der vielfältigen Tierwelt und mit seinen speläologischen Objekten, den Bergwanderwegen, Hütten, Pension und gastgewerblichen Objekten hervor. Naturreservate sind Bijela stijena und Samarska stijena, Mrkopalj, das geomorphologische Reservat Vra¾ji prolaz und Zeleni vir, Skrad, Debela Lipa - Veliki Rebar, Lokve, ©umica Crnika in Glavotok auf der Insel Krk, ©uma Dundo auf Rab, während es ornithologische Reservate auf den Inseln Cres, Krk und Prviæ gibt.
Kulturerbe
Das kulturgeschichtliche Erbe des Kvarners ist ausgesprochen interessant und inhaltsreich. Aus ihm sind verschiedene Tourismusformen hervorgegangen und haben sich entwickelt, wie beispielsweise der ethnologische, sakrale und kulturelle Tourismus. Im Kvarner gibt es 278 geschützte Kulturgüter, von denen 177 historische Einheiten und 161 historische Gebäude und Komplexe sind. Am zahlreichsten ist das profane Erbe, gefolgt vom ethnologischen, sakralen, hydroarchäologischen, archäologischen und Denkmalserbe. Fast jede zweite oder dritte Stadt, Gemeinde oder Siedlung hat diesbezüglich ihren Gästen etwas zu bieten. Eines der häufigsten erwähnten und hervorgehobenen Denkmäler ist die Tafel von Ba¹ka (Ba¹æanska ploèa), ein in Stein gehauenes Denkmal kroatischer Sprache aus der Zeit um 1100, geschriebenen in einer Schrift des Übergangstyps aus der runden in die eckige Glagoliza. Außer den gottesdienstlichen Dokumenten und Texten wurden auch Ereignisse des täglichen gesellschaftlichen Lebens sowie juristische Dokumente, wie die Gesetze von Vinodolski, Vrbnik und Krk, in Glagoliza niedergeschrieben. Ebenso erwähnenswert sind die marianischen Wallfahrtsorte, darunter der Wallfahrtsort der Muttergottes von Trsat oberhalb von Rijeka, einer der ältesten Wallfahrtsorte der Welt, in dem von 1291 bis 1294 die heilige Nazareth-Hütte aufbewahrt wurde. (HTZ)
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